Botox und Tierversuche

Wussten Sie, dass längst Botox-Präparate auf dem Markt sind, zu deren Produktion keinerlei Tierversuche erforderlich waren? Wann immer in den letzten Jahren Kritik an Behandlungen mit Botulinumtoxin bzw. Botox geübt wurde, ging es auch um die Tierversuche, mit denen die Giftigkeit der einzelnen Produktionseinheiten untersucht wurde. Vorweg sei hierzu erwähnt, dass Belladerma, das Fachzentrum für ästhetische Botoxbehandlungen in Berlin, ausschließlich auf Botox-Produkte des Herstellers Allergan setzt. Dessen Präparat Vistabel zeichnet sich nicht nur durch seine besondere Zusammensetzung aus, sondern auch durch den Verzicht auf Tierversuche aus. Es wird anstelle dessen auf ein neuartiges Verfahren auf Basis der Untersuchung von Zellstrukturen gesetzt, dass die Anzahl der Tierversuche um bis zu 95 Prozent senkt.

Botox nicht nur in der Kosmetik wirksam

Die Debatte um Botox und Tierversuche reißt dennoch nicht ab. Verschiedene Tierschutzorganisationen widmen sich diesem Thema und veröffentlichen zum Teil erschreckende Zahlen.

Einleitend ist hierzu zu bemerken, dass die Überprüfung der Gefährlichkeit von Botulinumtoxin für den Menschen vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Der Einsatz von Tieren war in diesem Bereich über viele Jahre zwingend erforderlich und wurde daher billigend in Kauf genommen. Was wenige Kritiker wissen: Botulinumtoxin bzw. Botox dient keineswegs allein kosmetischen Zwecken, sondern ist ein zugelassenes Arzneimittel für zahlreiche neurologische Erkrankungen. Exemplarisch seien hier Spastizität nach einem Schlaganfall oder auch infantile Zerebralparese genannt, bei deren Behandlung Botox wichtige Dienste leistet.

Botox: Tierversuche in der Kritik

Nichtsdestotrotz nehmen die meisten Hersteller und Anwender von Botox die Kritik an den Tierversuchen sehr ernst. Zahlen zufolge, sterben jährlich deutschlandweit 34.000 Mäuse für die medizinische Erforschung von Botulinumtoxin, weltweit wird sogar von 600.000 Tieren ausgegangen. Selbst der Ärzte ohne Tierversuche e.V. weist im Rahmen seiner Kampagnen auf den sensationellen Durchbruch des Marktführer Allergan hin, der gezeigt hat, das Botox auch ohne Tierversuche erprobt werden kann. Entsprechend richtet sich die Kritik nicht gegen die Substanz als solche, sondern lediglich gegen das Festhalten an überkommenen Testverfahren.

Bei den Tierversuchen zur Überprüfung von Botox, wird den Mäusen das Botulinumtoxin in die Bauchhöhle gespritzt. Ziel des so genannten LD50-Tests ist die Beantwortung der Frage, bei welche Dosis exakt die Hälfte der Tiere stirbt. Problematisch ist dabei, dass manche Tiere über mehrere Tage qualvoll verenden und dabei stets bei Bewusstsein sind.

Vermeintlich humanere Tierversuche wie die lokale Muskellähmung, das Nervus-phrenicus-Zwerchfell-Präparat oder auch das Intercostal-Muskel-Präparat sorgen wenigstens dafür, dass weniger Tiere zu Schaden kommen, sind allerdings unter Tierschutzgesichtspunkten immer noch nicht akzeptabel.

Allergan entwickelt SNAP-25-Test

Das Botox des Herstellers Allergan bzw. das Produkte Vistabel wird seit Sommer 2011 in den USA und Kanada und seit Anfang 2012 auch in der Europäischen Union und der Schweiz ohne Tierversuche überprüft. Der Hersteller hat nach eigenen Angaben zehn Jahre intensiver Forschung und rund 65 Millionen US-Dollar in das Thema investiert und den neuartigen SNAP-25-Test entwickelt. Nach aktuellem Stand handelt es sich um das einzige Unternehmen, das nach diesen hohen ethischen Standards arbeitet, d.h. andere Hersteller greifen leider nachwievor auf Tierversuche zurück.

Wie funktioniert der SNAP-25-Test bei Botox?

Die Alternative für Tierversuche bei der Untersuchung von Botox heißt SNAP-25-Test. Das SNAP-25 ist ein Protein, das bei der Übertragung von Informationen von Nervenzellen zu Muskeln eine wichtige Rolle spielt. Der neue Test ohne Tierversuche arbeitet mit synthetisch hergestellten SNAP-25-Enzymen, die mit Botulinumtoxin behandelt werden. Anhand der Aufspaltung des Enzym können Wissenschaftler die Wirksamkeit der Dosierung ablesen und daraus Rückschlüsse auf die Entwicklung der Botox-Präparate ziehen.

Rechtliche Grundlage für Tierversuche beim Botox

In rechtlicher Hinsicht sind Tierversuche zur Überprüfung von Botox noch nicht verboten. Es gilt dabei das Europäische Arzneibuch (Europäische Pharmakopöe) deren Regelungen vom European Directorate for the Quality of Medicines & Health Care (EDQM) stammen.

Hier wird für Botox nach wie vor der Tierversuch als gängigster Test vorgesehen. Nur, wenn die Wirksamkeit alternativer Testmethoden nachgewiesen werden kann, ist auch eine Überprüfung ohne Tierversuche praktikabel. Das Problem besteht darin, dass eine Zulassung anderer Testmethoden immer nur für die jeweils entwickelnden Hersteller erfolgt. Mit anderen Worten hat Allergan mit Vistabel einen wichtigen Schritt unternommen – andere Unternehmen müssen nun allerdings nachziehen.

Auf dem deutschen Markt konkurrieren derzeit vier Hersteller von Botulinumtoxin-A-Präparaten, von denen allerdings nur Allergan auf Tierversuche verzichtet.

→ Botox ohne Tierversuche bei BellaDerma

Selbstverständlich sind wir uns bei BellaDerma, Ihrem Fachzentrum für kosmetische Botox Behandlungen, unsere Verantwortung bewusst und arbeiten ausschließlich mit diesem Hersteller zusammen. So können unsere Kunden sicher sein, dass das verwendete Botox ohne Tierversuche hergestellt wurde.

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